Zeit ist Geld – Warum verwalten wir unser Geldbudget, nicht aber unser Zeitbudget?

Gerne nehme ich an der Blogparade „Zeit ist Geld“, initiiert von Tobias, dem Finanzfisch, teil.

Zeit ist Geld.

Dieser uralte Spruch verliert über die Jahre nicht an Stahlkraft. Er gibt uns auch ein Gefühl dafür, wie wir in verschiedensten Bereichen zunehmend versuchen, die Balance zwischen verschiedenen, teilweise widerstreitenden Interessen herzustellen. Ich denke dabei nur beispielhaft an die so genannte Work-Life-Balance, die vor allem die Generation Y sehr stark in den Vordergrund stellt – wenn man den Veröffentlichungen dazu glauben darf. Work-Life-Balance als der Versuch, die Arbeit (als Angestellter) und das Leben (als Mensch) in Einklang zu bringen. Auch hier spielen sicherlich Themen von Zeit und Geld ebenfalls eine Rolle.

Was ist also Zeit? Was ist Geld?

Wenn man sich die beiden Faktoren, Zeit auf der einen Seite und Geld auf der anderen Seite etwas genauer anschaut, dann stellt man einen gravierenden Unterschied zwischen beiden Faktoren sofort fest:

Geld ist eine sehr individuelle Größe – sowohl vom der tatsächlichen wie auch der gefühlten Menge an verfügbaren Finanzmitteln hat wahrscheinlich jeder Mensch auf der Welt eine ganz individuelle Wahrnehmung vom Budget an Geld, an finanziellen Mitteln, die ihm oder ihr zur Verfügung stehen.

Wie sieht das aber – im Gegensatz dazu – mit der Zeit aus ?

Ich kann es Dir ganz genau ausrechnen, welches Zeitbudget jeder einzelne Mensch auf der Welt hat. Egal ober er in Kamerun wohnt oder in einer Penthousewohnung in New York City Downtown. Ja, es sind genau 24 Stunden am Tag, 168 Stunden in der Woche.

Jeder Mensch hat ein festes Zeitbudget, jeder Mensch hantiert allerdings mit einem unterschiedlichen Geldbudget.

Wenn Du Dir das nun vor Augen führt, welche Konsequenzen ziehst Du dann daraus?

Denkbare Konsequenzen aus der Verfügbarkeit von Zeit und Geld

Zunächst mal würde man vermuten, dass der Faktor Zeit von jedem Mensch viel kritischer gemanagt werden müsste, einfach weil es für jeden Menschen ein knappes Gut ist. Ein knappes Gut deswegen, weil es durch nichts auf der Welt veränderlich ist.

Nun gut, Du kannst nun einwenden, dass man schon etwas für das Zeitbudget tun kann – wenn man die gesamte Lebensspanne betrachtet. Dann könnte man sagen, dass Du zum Beispiel durch eine gesunde Lebensweise Dein Lebens-Zeitbudget erhöhen kannst. Und ich würde Dir mit der Aussage Recht geben. Ich selbst lebe nach der Maxime, durch eine gesunde Lebensweise, durch das Interesse und die Motivation zur körperlichen Fitness, mein Leben so lange zu genießen, wie es mir mit einem gesunden Körper vergönnt ist.

Ich möchte aber hier nochmal konkreter auf kürzere Phasen des Zeitbudgets eingehen. Das wöchentliche Zeitbudget von 168 Stunden erscheint mir hier besonders eingängig: Jeder Mensch hat ein wöchentliches Zeitbudget von 168 Stunden. Und kein Geldbudget der Welt kann dieses Zeitbudget verändern. Ein Tausch, ein Ausbalancieren dieser Budgets ist faktisch nicht möglich.

Dann ist es doch eigentlich viel wichtiger – gerade bei Menschen, die Geld „en masse“ haben – sich des knappen Gutes Zeit anzunehmen. Und wie machen sie das in der Regel? Indem sie die begrenzte Zeit, die sie wie jeder andere Mensch auch hat, mittels Geld für sich so angenehm wie möglich gestalten möchten. Dazu können teure Kleider, Häuser, Pools, Autos gehören oder auch besondere Events, wie Weihnachten in Nizza oder ähnliches.

Zeitmanagement vs. Geldmanagement – oder: Zeitmanagement, sponsored by Geldmanagement?

Für mich persönlich ist Zeitmanagement mindestens genauso wichtig wie Geldmanagement. Unter Zeitmanagement verstehe ich dabei nicht die Fragestellung, wie setze ich mein Geld optimal ein, um meine Zeit mit maximalem Genuss zu erleben, sondern vielmehr: wie kann Geld mich in meiner Zeit unterstützen bei meinen Zielen.

Bei Zeitmanagement kümmere ich mich darum, das zu tun, was ich gerne tue, was mir Spass macht, was mich heraufordert. Und dies Bereichen, wo ich mich entwickeln kann oder etwas gestalten kann, einen Beitrag leisten kann, der Relevanz hat. Dazu gehört, dass ich spannende Aufgaben übernehme (beruflich wie privat), dass ich meinen Hobbies nachgehe (dazu gehört dann unter anderem auch die Beschäftigung mit Finanzthemen), dass ich lese, relaxe, lehre, mich und andere weiterbilde. Vor allem aber: dass ich möglichst viel Zeit mit meiner Familie verbringe.

Worauf es mir persönlich ankommt.

Letztlich ist es mir wichtig, mir ganz bewusst zu sein, wofür ich meine Zeit einsetze, womit und mit wem ich mich beschäftige. Diese Einschätzung kopple ich – soweit möglich – auch ab von Fragen meines Geldbudgets. Das Geldbudget soll mir letztlich als Basis dienen, um die Zeit so verbringen zu können, dass ich mich für einen möglichst großen Anteil meines Zeitbudgets mit den Interessen und Themen beschäftigen kann, die mir wichtig sind. Und ich mich mit den Menschen umgebe, die mir besonders wichtig sind.

Wie siehst Du den Zusammenhang zwischen Zeit und Geld?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Du erreichst mich auch per Email unter:

DerFinanzstratege@gmail.com

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2 Kommentare zu „Zeit ist Geld – Warum verwalten wir unser Geldbudget, nicht aber unser Zeitbudget?

  1. Moin Andreas,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag zu meiner Blogparade! 🙂

    Ich glaube bei dem Punkt „Zeitmanagement sponsored by Geldmanagement“ hätte ich noch Verbesserungspotential. Strenggenommen müsste man Aufgaben die einem keinen Spaß machen und nicht richtig weiterbringen ja outsourcen. In der Praxis mache ich aber derzeit sowohl meine Steuererklärung als auch meinen Haushalt selber. 😉

    Schöne Grüße,
    Tobias
    der Finanzfisch

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