Archiv für den Monat April 2018

Technologieunternehmen plündern im Payment-Bereich in den klassischen Domänen der Banken.

Es wird zunehmend deutlich, dass vor allem im Bereich der Zahlungsdienstleistungen moderne und große Technologieunternehmen ihre Nähe zum Kunden ausnutzen, um diese auch in Bezug auf die Zahlungsdienstleistungen näher an sich zu binden und ein ganz anderes – besseres – Kundenerlebnis ermöglichen, als dies klassische Banken können:

Apple und Co. mit Bankdienstleistungen

Dadurch können die Tech-Unternehmen Banken zunehmend von ihren Kunden ausschließen. Die Übergabe vom Verkäufer oder Dienstleiter zur Bank zum Zwecke der Abwicklung der finanziellen Transaktionen wird immer seltener notwendig. Auch hat das Tech-Unternehmen viel mehr Datenpunkte zur Verfügung, um optimal mit dem Kunden arbeiten zu können.

Banken werden für diese Zwecke daher immer weniger benötigt.

Welche Erfahrungen machst Du mit den neuen Zahlungsmethoden der Tech-Unternehmen im Vergleich zum klassischen Banking?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Viele Grüße

Andreas

Advertisements

Banken verlieren zunehmend an Boden bei der Kreditvergabe.

Wie eine aktuelle Studie von BCG zeigt, haben deutsche Banken ein massives Problem mit ihrem Firmenkundengeschäft:

Firmenkundengeschäft in Banken

Demnach betreiben die deutschen Banken ihr Firmenkundengeschäft nicht rentabel. Sie machen teilweise sogar Verluste mit ihrem Geschäft. Darüber hinaus müssen die Banken davon ausgehen, dass ihnen auch künftig weiteres Kreditvolumen wegbrechen wird.

FinTechs und alternative Finanzierungsinstrumente graben den Banken das Wasser ab. Digitalisierungsbestrebungen alleine helfen da nicht weiter – zumal sich die Bank scheinbar erhebliche Zeit lassen, hier massive Fortschritte erzielen zu wollen.

Von daher stellt sich erneut die Frage nach der perspektivischen Daseinsberechtigung von Banken für die Kreditvergabe. Der Finanzintermediär Bank wird immer weniger gebracht, innovative FinTechs bringen alternative Lösungen an den Markt, wie Kreditgeber und Kreditnehmer einfacher und kostengünstiger zusammen kommen können.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie diese Verteidigungskämpfe der Banken weitergehen und wie stark sich das Geschäftsmodell Bank in den nächsten 5 Jahren weiterentwickelt bzw. Banken auch weiterhin stark an Marktanteilen verlieren werden.

Wie ist Deine Einschätzung?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Viele Grüße

Andreas

Crowdfunding-Plattformen müssen sich weiterentwickeln, insbesondere die Interessen der Investoren stärker berücksichtigen.

Unzureichende Informationspolitik und Transparenz hinsichtlich wesentlicher Risikoparameter.

Ich bin seit einiger Zeit Investor in Crowdfunding-Projekten und finde die

  • Informationspolitik und
  • Transparenz der Projekte
  • auch und insbesondere im Hinblick auf die Prüfung der Wirtschaftlichkeit der Projekte und
  • des Risikoprofils

verbesserungswürdig.

Viele Projekte stellen diesbezüglich nur rudimentärste Informationen zur Verfügung, die keine ausreichende Grundlage für eine fundierte Investmententscheidung sein können.

So gut wie kein Projekt, welches ich bisher gesehen habe, simuliert beispielsweise Veränderungen von wesentlichen Parametern.

Hier können Sensitivitätsanalysen Investoren einen verbesserten Einblick geben, wie sensitiv Projekte im Zeitverlauf auf bestimmte Markt- und Projektentwicklungen reagieren (bspw. höhere Einkaufskosten, geringere Verkaufspreise, Zinsänderungen, veränderte Marktpreise, neue Rahmenbedingungen).

Keine Auto-Invest-Funktion

Ein weiterer Punkt, an dem sich die deutschsprachigen Crowdfunding-Plattformen einiges abschauen können – hinsichtlich ihres technologischen Reifegrades – ist eine so genannte Auto-Invest-Funktion, die es bei fast allen mir bekannten, international erfolgreichen P2P-Plattformen gibt.

Dadurch ist ein deutlich diversifizierteres Anlegen in Projekte möglich. Kleinteiligere Investments werden darstellbar und insbesondere ist der Aufwand für die Prüfung von Einzelinvestments nicht mehr so hoch.

Auch kann durch dieses granularere Risikostruktur des gesamten Portfolios auch auf einen Gutteil der laufenden Risikoanalyse verzichtet werden, wenn man die Risikoparameter für sich hinreichend trennscharf vorab einstellen kann.
Crowdfunding-Plattformen haben also noch einiges zu tun – von der angemessenen Verzinsung in Einklang mit dem individuellen Risikoprofil ganz abgesehen – um nachhaltig weiter deutlich wachsen zu können.

Daher kann ich auch nachvollziehen, dass sich einige Investoren von diesen Plattformen abwenden, siehe beispielsweise Enrico.

Wie sind Deine Erfahrungen mit Crowdfunding?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.
Viele Grüße
Andreas

Durchgehende Anwesenheit als Leistungsmerkmal.

Kürzlich las ich einen Artikel über eine Investmentbank-Boutique, von der ich bis dato noch nie gehört hatte: Moelis, siehe anbei:

Moelis – Die Bank, in der niemand schläft.

Offenkundig gingen viele Errungenschaften und Erkenntnisse der Mitarbeiterführung und der Unterstützung von Mitarbeitern für eine effiziente und effektive Arbeitsweise an dieser Mannschaft vorbei.

Was hältst Du denn davon?

Ich persönlich halte gar nichts davon, Mitarbeiter nach Anwesenheit zu bewerten. Schon gar nicht halte ich es für sinnvoll, Mitarbeiter so lange an ihrem Arbeitsplatz zu halten beziehungsweise – selbst wenn sie nicht am Arbeitsplatz sind – zu erwarten, dass sie auch von zu Hause weiterarbeiten und stetig verfügbar sind. Dies lässt sich heutzutage über Facetime (einem Tool ähnlich zu Skype) leicht nachverfolgen, denn es ist ersichtlich, wer online im Firmennetzwerk verfügbar ist.

Mitarbeiter können nicht vernünftig und sinnvoll arbeiten, wenn sie keine Ruhepausen haben und keine Gelegenheit bekommen, irgendwann mal von der Arbeit abzuschalten – und die Akkus wieder aufzuladen.

Letztlich ist diese Company für mich ein abschreckendes Beispiel, wie ein Arbeitgeber es nicht machen sollte. Und jeder Arbeitnehmer in Unternehmen, die eine solche Firmenkultur leben, sollte schnellstmöglich die Reißleine ziehen.

Viele Grüße

Andreas

Gibt es bald keine Bankkonten mehr, wenn es nach der Deutschen Bank geht?

In einem Panel hat wohl die damals noch bei der Deutschen Bank aktive Führungskraft M. Schenk gesagt, es gibt in einigen Jahren wohl:

Kein Bankkonto mehr.

Das mag so sein. Nur sehe ich derzeit noch nicht, was beispielsweise die Deutsche Bank derzeit dafür tut, um für diese neue Zeitrechnung gewappnet zu sein.

Denn neue Technologien wird es in jedem Fall geben.

Und eine Reihe von neu entstehenden FinTechs machen es den etablierten Banken ja vor, wie das neue Banking aussehen könnte.

Ich will gar nicht ausschließen, dass es die großen  Bank-Tanker auch in einigen Jahren noch geben wird. Denn es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die klassischen Banken die neuen Technologien – kraft schierer finanzieller Stärke – umarmen werden, indem sie sie einfach aufkaufen.

Und das wäre möglicherweise nicht mal das schlechteste Szenario. Denn damit würden die Technologien etabliert, sie hätten einen Preis und die Gelegenheit, über die klassischen Netzwerke und die finanzielle Ausstattung dieser Gesellschaften schnell skaliert zu werden – und damit auch zügig für weite Bevölkerungsschichten erfahrbar und nutzbar zu werden.

Wie siehst Du das?

Ich freue mich über Deinen Beitrag.

Viele Grüße

Andreas

FinTech Start-ups wachsen weiter.

Ich finde es positiv zu beobachten, dass FinTech nicht tot ist, es vielmehr eine Reihe von Investments gibt, die für unterstützenswert gehalten werden.

FinTechs mischen die Bank- und Finanzdienstleistungsszene weiterhin auf. Dabei geht es nicht mehr darum wild all das zu entwickeln, was grundsätzlich technisch möglich ist.

Vielmehr geht es darum, ob sich auch ein Geschäftsmodell um neue technische Lösungen bauen lässt, welches den Kunden auch wirklich einen Zusatznutzen bietet und zugleich für die Unternehmen Chancen zur Monetarisierung bieten.

Besonders zukunftsfähig sind für mich dabei FinTechs, die sich um die Vereinfachung des Zahlungsverkehrs verdient machen sowie FinTechs, die Kreditnehmer und Kreditgeber auf einfache Weise zusammenführen. Ergänzend möchte ich noch FinTechs erwähnen, die die persönliche Vermögensverwaltung einfacher machen.

Zu aktuellen Entwicklungen hier ein aktueller Beitrag:

FinTech-Start-ups wachsen weiter.

Welche FinTech überzeugt Dich besonders ?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Viele Grüße

Andreas

Das Vertrauen der Märkte in die Performance-Chancen der DWS-Aktie scheint nicht allzu groß zu sein.

Kürzlich ging die DWS als Teil-Spin-off von der Deutschen Bank an die Börse.

Nun wurde bekannt, dass die Banken, welche die Emission der Aktien begleitet hat, größere Mengen der Aktie zurückgekauft haben, um den Kurs zu stützen.

Offensichtlich scheint das Interesse an der Aktie zum aktuellen Preisniveau nicht so hoch zu sein, wie es ursprünglich von den begleitetenden Banken und dem Verkäufer, der Deutschen Bank, erhofft wurde.

Umso spannender wie hier nun der Marktpreis gestützt wird. Derzeit offensichtlich auch weitgehend erfolgreich, denn der Börsenkurs ist derzeit nicht weit vom Emissionskurs entfernt:

DWS-Aktie im Fokus.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Kurs weiterentwickeln wird, wenn die Bereinigungsaktion durch die Banken beendet wurde. Dann wird sich ein stand-alone Marktpreis herauskristallisieren. Es wird somit auch ersichtlich, welche Renditechancen die Investoren am Markt in diesem Papier sehen.

Was hälst Du von den Chancen des Asset Managers DWS?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Viele Grüße

Andreas