Archiv der Kategorie: Humankapital

Finanzielle Freiheit fängt im Kopf an.

Wenn ich so durch die Blogs schaue, lese ich immer wieder etwas von dem vielfachen Streben nach so genannter Finanzieller Freiheit? Was ist das? Der Begriff ist mir in der hier oft kolportierten Auslegung in der Vergangenheit noch nicht wirklich über den Weg gelaufen. Natürlich sind die Konzepte, die dahinter stehen, schon lange geläufig. Und dem Grunde nach, lebe ich auch schon immer nach den Systemen und Verfahren, die dort oft beschrieben werden, um finanzielle Freiheit zu erlangen. Mir scheint in diesem Zusammenhang auch, dass sich viele Menschen, hierzu einem unnötigen und ungesunden Druck aussetzen.

Wichtig ist mir, in diesem Blog folgenden Gedanken zu betonen:

Wenn Du die richtige Einstellung mitbringst, genießt Du das Leben bereits heute und an jedem Tag.

Ein Streben nach finanzieller Freiheit sollte Dich also nicht einschränken, das Leben jeden Tag zu auszuleben und zu genießen.

Ich finde es schade, wenn manchmal der Eindruck entsteht, dass Sparen und Investieren etwas mit Entbehrung zu tun hat.

Mir fehlt beispielsweise nichts, wenn ich mir nicht alles kaufe. Gerne spare und investiere ich auch finanzielle Mittel, die ich nicht für mein momentanes Leben benötige. Diese Mittel stehen mir dann zu einem anderen Zeitpunkt zur Verfügung, wo ich sie vielleicht benötige. Möglicherweise machen es künftige Lebensumstände notwendig oder sinnvoll, diese verfügbaren Mittel dann einzusetzen.

Es geht mir aber nicht darum, in 5,  10 oder 15 Jahren finanzielle Freiheit erreicht zu haben. Finanzielle Freiheit verstehe ich als die Freiheit, die Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln (weitgehend) selbst gestalten zu können, das heißt beispielsweise für die laufende Lebenshaltung nicht abhängig zu sein, von einem abhängigen Arbeitsverhältnis. Es bedeutet eigene Kontrolle über die finanziellen Mittel (die wieder natürlich nie komplett unabhängig sein können, bspw. von Entwicklungen an den internationalen Kapitalmärkten). Finanzielle Freiheit ist aber kein Selbstzweck.

Mir selbst geht es zuvorderst darum, ein zufriedenes, erfülltes Leben an jedem Tag meines Lebens zu leben. Und da wäre es grundfalsch, auf eine Zeit in X Jahren zu warten und zu sagen: „In 5 Jahren bin ich finanziell frei – dann kann ich endlich tun und lassen was ich will. Dann fängt das Leben an.“ Nein, das ist nicht richtig. Dein Leben wird an jedem Tag um einen Tag kürzer. Die Uhr tickt. Das heißt aber nicht, auf Teufel komm´ raus zu konsumieren.

Vielmehr ist es auch möglich, Genuss daraus zu ziehen, in seiner Zeit das tun zu können, was einem Spaß macht, was einen also zufrieden stellt. Beispielsweise mit Aktivitäten, die ein persönliches Wachstum ermöglichen.

Und wenn in deinem täglichen Tätigkeitsspektrum ein Arbeitsverhältnis im Angestellten-Status als Einkommensbestandteil enthalten ist, kannst Du Dir jeden Tag überlegen, ob Dir Phasen von Stress mit Arbeitskollegen diese Aktivität noch Wert ist oder nicht. Und wenn nicht, suchst Du Dir was Neues. Das ist ein großartiges Gefühl von Freiheit. Das ist der wirkliche Kick!

Daher, Investiere jeden Tag in Dich selbst und nutze die Erträge aus Deinen erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten für Deine persönlichen Ziele! Just Do It!

Viele Grüße

Andreas

DerFinanzstratege.

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Finanzen für Paare – was gehört dazu?

 

In einer Beziehung stehen normalerweise Finanzfragen nicht an allererster Stelle. Trotzdem ist es sinnvoll, auch in diesem Thema ein harmonisches, vor allem aber auch faires Miteinander zu finden.

Ich bin schon öfters gefragt worden, wie ich mit dem Thema Finanzen in der Partnerschaftumgehe. Paare finden und verlieben sich, ziehen nach einer Weile zusammen. Die Finanzen vermischen sich zunehmen und es stellt sich immer öfter die Frage: wer bezahlt was?

Eine Lösung zur sinnvollen Gestaltung und Steuerung dieser Finanzfrage kann ein gemeinsames Bankkonto sein.

Ich halte es für sinnvoll, wenn das Paar zumindest ein gemeinsames Bankkonto haben, um gemeinsame Ausgaben darüber abzuwickeln. Das heißt nicht, dass jeder Partner sämtliche seiner/ihrer Konten teilen muss. Aber zumindest ein gemeinsames Konto empfiehlt sich.

Was spricht dafür ?

  1. Wenn Zahlungen immer durch einen Ehepartner vom jeweiligen Individual-Konto übernommen werden, müsste in jedem Einzelfall ein Ausgleich durch den anderen Ehepartner erfolgen  – wenn eine gleich verteilte Kostenübernahme erfolgen soll. Das erhöht den Aufwand. Einfach ist anders.
  2. Mit einem gemeinsamen Bankkonto sind klare Regelungen verbunden, wie die beiden Partner das gemeinsame Konto in welchem Zyklus mit welchem Betrag auffüllen. Möglicherweise findet man dabei auch eine Lösung, die in Abhängigkeit von den individuellen Einkommensverhältnissen eine Gewichtung und damit eineeinkommensbasierte Lastenteilung vorsehen kann.
  3. Es sind gleichfalls damit Regelungen verbunden bzw. von den Ehepartnern zu vereinbaren, was von diesem Konto grundsätzlich abgebucht werden soll – und welche anderen Kosten gegebenenfalls von den Ehepartnern von deren jeweiligem Individual-Konten getragen werden sollen.
  4. Eine erhöhte Transparenz ergibt sich durch diese Kontenstruktur (gemeinsames Konto, individuelle Konten) sowohl hinsichtlich der Einzahlungen auf dieses Konto als auch hinsichtlich der Art der Aufwendungen, die von diesem Konto aus bedient werden sollen. Es eröffnen sich sinnvolle und gleichberechtigte Gespräche für die Ehepartner über finanzielle Fragen, die ansonsten gar nicht erörtert würden.

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Im Ergebnis kann ich es aus pragmatischen und finanzökonomischen Gründen nur empfehlen, zumindest ein gemeinsames Konto einzurichten, auf das beide Ehepartner – je nach Zahlungsfähigkeit bzw. nach Vereinbarung – einzahlen. Klarheit, Transparenz, Konsens und Offenheit in Finanzfragen sind in der Ehe wichtige Bausteine einer langfristigen Beziehung.

Hast Du schon darüber nachgedacht?

Viele Grüße

Andreas

DerFinanzstratege.

Ist Gold die neue Währung? Welche Bedeutung haben Goldreserven für den Wert einer Währung?

In Anbetracht der Flut von Geld, welches aufgrund der niedrigen Zinsen weltweit Anlagemöglichkeiten sucht, stellt sich die Frage, ob es nicht alternative Währungen gibt, die eine größere Stabilität aufweisen. Traditionell wird dabei immer wieder auf das Gold verwiesen.

Gold weist im langfristigen Vergleich eine hohe Wertbeständigkeit auf.

Dadurch, dass Gold weltweit ein knappes und wertvolles Gut ist, hat es schon seit Jahrhunderten einen Wert an sich, der – auch in finanzielle Währungen der nationalen Notenbanken gerechnet – ein mehr oder weniger stetiges Wachstum erfährt. In alten Zeiten war Gold sogar schon mal ein regelmäßiges Zahlungsmittel. Dinge und Sachen wurden in Gold aufgewogen. Durch die nachfolgenden Fortschritte in der Wirtschaft wurde die Abrechnung von Zahlungsvorgängen in Gold tendenziell zu schwerfällig, weswegen man davon abkam und zunehmend auf Geldnoten umstieg.

Geldnoten haben Gold als Zahlungsmittel weltweit abgelöst – aber nie so ganz.

Diese Geldnoten wurden von den damals sukzessive entstehenden Nationalstaaten emittiert und mit dem Versprechen verbunden, dass der Inhaber des Geldscheins den aufgedruckten Betrag jederzeit im jeweiligen Staat als Zahlungsmittel einlösen kann. Der Staat hat sich ein Monopol ausbedungen, solche Geldscheine als alleinige Zahlungsmittel für den jeweiligen Staat zu emittieren. Im Gegenzug vertraut derjenige, der einen solchen Geldschein besitzt darauf, dass der Geldschein auch den aufgedruckten Wert hat. Dieses Vertrauen in eine Währung wird maßgeblich dominiert von der Stabilität und Kontinuität der jeweiligen nationalen Wirtschaft und von der Glaubwürdigkeit der staatlichen Politik.

Wenn die Vertrauen in die Politik und in die Stabilität der Wirtschaft verloren geht, können Bedenken gegen die Werthaltigkeit der jeweiligen Währung entstehen. Alternative Zahlungsmittel werden in solchen Fällen häufig gesucht. Gefunden werden dann oft Währungen anderer Nationalstaaten oder auch physische werthaltige Zahlungsmittel, wie beispielsweise Gold.

Denn Gold war stets weltweit ein zulässiges Zahlungsmittel, welches auch durch staatliche Politik oder durch Misswirtschaft, nicht wesentlich an Wert verlor.

Daher werden in allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Krisenzeiten oder Phasen der Unsicherheit häufig Investments in Gold empfohlen. Der Goldpreis steigt dann allerdings auch mehr oder weniger erheblich.

Goldreserven eines Staates können einen Staat stabilisieren – ob sie auch eine nationale Währung stabilisieren können?

In der Regel verfügen die Nationalstaaten über mehr oder weniger hohe Goldreserven. Dabei gibt es eine feste Verbindung zwischen den Goldreserven eines Landes und dessen Währung gibt es – anders als noch bis zu den 70er Jahren in einzelnen Ländern, insbesondere den USA –  nicht mehr. Bis in die 70er Jahren wurde in den USA die Ausgabe von Geldnoten mit dem Versprechen verbunden, dieses Papier (Geldscheine) jederzeit bei der jeweiligen nationalen Zentralbank in Gold eintauschen zu können. Dieses Versprechen geben die USA nicht mehr.

Daher besteht bei der Ausgabe von Geldnoten nur noch das ausdrückliche Versprechen der Staaten, dass die Geldscheine den aufgedruckten Wert haben. Wer das Geld entgegennimmt muss aber heutzutage darauf vertrauen, dass die Länder ihren Verpflichtungen aus diesen Geldscheinen auch tatsächlich nachkommen. Wie viel diese Versprechen in der aktuellen Situation noch wert sind, kann man sich selbst ausrechnen. Hohe vorhandene Goldreserven ermöglichen aber immerhin, in ein gewisses Vermögen eines Staates zu vertrauen und damit daran zu glauben, dass der Staat die Goldreserven in Krisenzeiten einsetzen wird, um Politik und/oder Wirtschaft des jeweiligen Landes zu stabilisieren.

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Ich fasse zusammen – Gold stellt einen Wert dar.

Dieser Wert ist historisch belegt und vorhanden. Gold war immer – unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – etwas wert. Gold war auch häufig ein sicherer Hafen in Krisenzeiten – so auch möglicherweise in heutigen Zeiten. Durch Zuhilfenahme eines Zahlungsmittels Gold werden immer Tauschtransaktionen möglich sein, da die Wirtschaft stets an den nachhaltigen Wert des Goldes vertraut.

Daher wird Gold häufig auch als Geldanlage verwendet, selbst wenn nicht ausdrücklich von Wertsteigerungen ausgegangen wird. Gold wird dabei heute häufig – von der Sicherheit und Risikoarmut des Investments –  in eine ähnliche Anlageklasse gesteckt wie Immobilien. Wahrscheinlich auch nicht ganz zu Unrecht. Auch wenn Gold selbst keine Rendite erwirtschaften kann, sondern nur die Aussicht auf Wertsteigerungen bietet.

Vorhandene Goldreserven von Staaten können der Stabilisierung von nationalen Währungen dienen, zum Stopfen von Löchern in nationalen Haushalten – oder auch als tatsächliche Reserve für wirklich schlechte Zeiten. Die Stabilität einer nationalen Währung kann aber heutzutage nicht mehr mit solchen Goldreserven in einen engen Zusammenhang gestellt werden. Die Goldreserven stellen damit eher einen Puffer dar, um nachteilige wirtschaftliche Entwicklungen abzuschwächen.

Gold ist und bleibt eine Währung. Gold ist und bleibt eine Anlageklasse in der Welt der Investments. Es bietet sich daher an, dass finanzielle Investoren individuell prüfen, ob ein  kleiner Anteil Gold in einer persönlichen Vermögensallokation sinnvoll ist.

Hast Du schon eine Geldanlage in Gold für Dich geprüft?

Warum bist Du zu welchem Ergebnis gekommen?

Wie stehst Du allgemein zum Thema Gold und Investment?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Viele Grüße

Andreas

DerFinanzstratege.