Münchner Wirtschaftsförderung unterstützt Crowdfunding

Ich habe den Artikel über die Münchner Wirtschaftsförderung kürzlich gelesen.  Den Artikel habe ich auch beigefügt wiedergegeben und verlinkt.

Warum finde ich den Gedanken gut und unterstützenswürdig?

Crowdfunding ist aus meiner Sicht eine zukunftsfähige Finanz-Technologie, die es ermöglicht, Investoren und Ideen besser und direkter zusammenzubringen. Der Intermediär Bank, ggf. auch der Intermediär Börse, fällt dadurch weg. Ein Kostenfaktor und Geschäftsverhinderer bzw. -erschwerer fällt damit auch weg.

Ich selbst habe auch schon selbst bislang durchweg gute Erfahrungen als Crowdinvestor gemacht.

Was denkst Du darüber?

Ich freue mich über Deine Nachricht.

Viele Grüße

Andreas

 

Hier der Beitrag der Münchner Wirtschaftsförderung:
Ab März 2018 bietet die bayrische Landeshauptstadt München ein Förderprogramm für Crowdfunding-Kampagnen. Konkret wird eine Förderung mit zweifacher Wirkung umgesetzt: Gründer erhalten einen Zuschuss von maximal 3.000 Euro für kreative Dienstleistungen, die für die Umsetzung einer Crowdfunding-Kampagne nötig sind. Diese Förderung ist gekoppelt an Aufträge für die lokale Kultur- und Kreativwirtschaft. Dazu gehören etwa:
  • Fotos, Videos
  • Texte, Lektorat, Übersetzungen
  • Grafikdienstleistungen wie Infografiken, Logos
  • Unterstützung im Bereich Storytelling, Kommunikation, PR, Social Media
Josef Schmid (Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft) kommentiert: „Wir unterstützen mit dem neuen Programm ein innovatives Finanzierungs- und Marketing-Instrument, das für Gründer immer wichtiger wird. Das neue Förderprogramm soll auch zu einer besseren Vernetzung zwischen Gründer- und Kreativszene beitragen.“
Das Förderprogramm ist Bestandteil der Crowdfunding-Strategie des Referats für Arbeit und Wirtschaft und wurde in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft entwickelt. Zusätzlich ist im Laufe des Jahres auch ein weiteres ergänzendes Angebot zur Kombination von Crowdfunding und klassischer Gründungsfinanzierung geplant.
Die Förderrichtlinien und weitere Informationen finden sich hier: https://www.muenchen.de/rathaus/wirtschaft/gruendung/finanzierung/crowdfunding-foerderung.html

 

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Meine ersten Erfahrungen mit der österreichischen Crowdfunding-Plattform dagobertinvest.

Ich bin seit Anfang Januar 2018 Kunde von dagobertinvest.

Registrierung

Meine Registrierung verlief völlig problemlos, zügig und einfach. Ich habe die üblichen Kerndaten von mir angegeben, war innerhalb von 10 Minuten registriert und hatte einen Account bei dagobertinvest.

Meine Investitionen

In der Zwischenzeit habe ich in 6 Projekte erfolgreich investiert. Bei den Projekten handelte es sich um Projekte zur Entwicklung von Wohnimmobilien. Die Komplexität der Projekte und das Projektrisiko sind daher aus meiner Sicht überschaubar. Ich habe die Einzahlungen bisher per Überweisung getätigt, was gut funktioniert hat.

Wenn ich mich richtig erinnere, hätte ich das auch per Lastschrift machen können, dann wäre die Einzahlung aber nicht vom ersten Tag an verzinst gewesen. Einige dieser Projekte haben mir auch ermöglicht, jeweils noch einen Early-Bird-Zins abzugreifen, ein kleines Zinsbonbon, im Vergleich zu einer Anlage zu einem späteren Zeitpunkt des Crowdfundings.

Das Angebots-Portfolio von dagobertinvest: Immobilien-Projektfinanzierungen

Meiner Meinung hat dagobertinvest eine volle Pipeline an Projekten, die mir alle auch attraktiv erscheinen. Nicht nur die Verzinsung erscheint mir gut, auch die Kalkulationen finde ich vernünftig.

Bei diesen liegen mir in der Regel sowohl die Projektkosten vor, aufgegliedert nach den wesentlichen Komponenten wie bspw. Grundstückskauf, Baukosten/Sanierungskosten, Nebenkosten, Finanzierung als auch die geplanten Erträge (in der Regel Verkaufspreise). Dabei kann ich auch die Gewinnmarge einsehen, die der Bauträger einplant und damit besser das Risiko einschätzen. D. h. für mich Sensitivitäten rechnen, um wie viel die Baukosten steigen bzw. die Verkaufspreise sinken müssen, damit ich mein Geld zurückbekomme.

Hilfreich finde ich dabei auch die ergänzende Darstellung der Komponenten der Finanzierung, d. h. wie viel Eigenkapital bereits im Projekt steckt. Die projektbeschreibenden Unterlagen, die mir zur Beurteilung der jeweiligen Projekte zur Verfügung standen, waren aus meiner Sicht ebenfalls für die Einschätzung des Risikos ausreichend.

Neben den o. g. Projektkalkulationen gab es Erläuterungen über den Stand des jeweiligen Projekts, zur Erfahrung des Projektentwicklers und zur Makro- und Mikrolage. So ist das vorhandene Risiko, über das ich in Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen ausreichend aufgeklärt wurde, meiner Ansicht nach nicht mehr völlig unüberschaubar und ein persönliches Risikomanagement möglich.

Mein persönlicher Online-Bereich bei dagobertinvest

In meinem persönlichen Onlinebereich kann ich nun alle meine Investments mit allen erforderlichen und auch den rechtlichen Unterlagen einsehen. Damit habe ich alles an einem Ort gesammelt vorliegen. Den Onlinebereich von dagobertinvest finde ich aufgeräumt und übersichtlich. Ich kann dort auch sehen, welche Zahlungen von mir schon eingegangen sind bzw. wie der Projektstatus der einzelnen Projekte ist.

Kontakte mit dem Management von dagobertinvest

Auch das Management reagiert nach meiner Erfahrung sehr schnell auf Anfragen. Inzwischen hatte ich zweimal mit dem COO per E-Mail Kontakt. Auf meine Anfragen hat er in beiden Fällen taggleich geantwortet. Im ersten Fall ging es um eine Einzahlung auf ein Investment. Ich hatte die Überweisung getätigt und mehrere Tage nach meiner Überweisung stand im Dashboard immer noch „Nicht bezahlt“. Grund hierfür war, dass der letzte Zahllauf der Bank wohl noch nicht bei dagobertinvest gemeldet war. Daher die zeitliche Verzögerung um 1 bis 2 Tage.

Meine zweite Anfrage betraf das aktuelle Substanzgenussrecht und meine Frage, warum dieses Produkt derzeit nicht gezeichnet werden kann auf der Webpage. Dafür gab mir der COO die Antwort, dass es hier derzeit leider technische Probleme gäbe. Insgesamt hinterließen diese Kontakte bei mir einen sehr zuverlässigen und seriösen Eindruck. Auch die Antworten selbst waren meiner Meinung nach auf den Punkt und angemessen.

Rückzahlung von Darlehen bei dagobertinvest

Aufgrund meiner bisherigen, nur kurzen Zugehörigkeit zu dagobertinvest kann ich noch keine Aussagen zu den Zins- und Tilgungszahlungen machen.

Meine erste Einschätzung zu meinen Aktivitäten als Privatinvestor bei der Crowdfunding-Plattform Dagobertinvest

Ich bin bislang zufrieden mit der Plattform. Die Webpage, das Management und damit auch dagobertinvest machen mir einen sehr soliden und zuverlässigen Eindruck. Ich hoffe, das geht auch mit der Performance der einzelnen Projekte so weiter. Ich freue mich darauf. Und: Macht weiter so!

Hast Du Fragen zum Thema Crowdfunding?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Viele Grüße

Andreas@derfinanzstratege.de

Hier ein Link zur Plattform von dagobertinvest, wenn Dich das Thema Crowdfunding- Investments interessiert:

dagobertinvest (Affiliate Link)

Wichtiger Hinweis: Ich bin Privatanleger und kein professioneller Anlageberater. Alle auf dieser Website veröffentlichten Informationen beruhen auf meiner eigenen Recherche. Sie stellen keine Anlageempfehlung dar, sondern geben meine eigenen Erfahrungen wieder. Crowdfunding-Investitionen sind „High Risk“ und keine liquide Anlageform.

Österreichische Crowdfunding-Plattformen im Januar 2018

Das Crowdfunding-Bewegung in Österreich hat sich im Januar 2018 im Vorjahresvergleich deutlich entwickelt.

Die aktuelle Marktstatistik von CrowdCircus zeigt ein Wachstum im Vorjahresvergleich von über 40%.

Allein im Januar 2018 wurden Crowd-Investitionen in Höhe von rd. EUR 3,1 Mio getätigt.

Dabei standen Investitionen in Immobilienprojekte deutlich im Vordergrund. Weit über 80% des Volumens entfielen auf solche Immobilien-Projektfinanzierungen.

Crowdfunding bleibt ein spannender und zukunftsträchtiger Markt.

Die Marktbreite an Plattformen, insbesondere aber auch an Investitionsmöglichkeiten nimmt weiter zu.

Trotzdem muss natürlich jeder einzelne Investor für sich entscheiden, ob ein Investment in ein Crowdfunding Projekt unter Risiko-Rendite-Gesichtspunkten und vor dem Hintergrund der persönlichen Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft als Investitionsprodukt geeignet ist.

Ich selbst habe bereits einige Erfahrungen mit diesem Produkt gesammelt, auch im Januar 2018.

Gerne verweise ich auf den Beitrag mit den genauen Zahlen:

Österreichische Crowdfunding-Plattformen im Januar 2018

Siehe hierzu auch einen anderen Beitrag, in dem ich Bezug nehme auf die erwartete Entwicklung im Crowdfunding aus der Sicht einer deutschen Plattform:

Crowdfunding: Rückblick und Ausblick aus der Sicht von Zinsland

Viele Grüße

Andreas

Deutschland ist einer der drei wichtigsten europäischen Crowdfunding Märkte

Die Universität Cambridge hat ihren neuen „Alternative Finance Benchmarking Report“ veröffentlicht. Die Studie ermöglicht einen Vergleich der Crowdfunding-Märkte in der Europäischen Union.

Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding ist eine neue Form von Geldsammeln. Auf gut Deutsch: Schwarmfinanzierung. Ein Unternehmen oder ein Projekt, beispielsweise ein Immobilienprojekt benötigt eine Finanzierung und hat – neben der reinen Bank- bzw. Kreditfinanzierung grundsätzlich auch die Möglichkeit, bei Privatpersonen und institutionellen Investoren Gelder einzusammeln. Dabei ist es Privatpersonen oft auch möglich, sich mit sehr kleinen Summen, z.B. 10 oder 100 Euro, an solchen Maßnahmen zu beteiligen. Dadurch können Unternehmen Gelder einsammeln, ohne dabei noch eine Bank einschalten zu müssen. Das kann eine Win-Win-Situation sein: das Unternehmen kann Geld einsammeln zu günstigeren Zinsen als bei einer eventuellen Bankfinanzierung, muss auch nicht die ganze Bürokratie durchlaufen, die eine Bankfinanzierung mit sich brächte. Privatpersonen, und auch institutionelle Investoren bekommen dadurch Zugang zu solchen Finanzierungen und zu den Zinsen, die ein solches Investment abwerfen kann.

Welche sind die Kernaussagen der Studie?

  • Frankreich, Deutschland und die Niederlande sind die drei größten Märkte für Crowdfunding und Alternative Finance in Europa außerhalb UK.
  • Estland hat das größte Finanzierungsvolumen pro Kopf. Deutschland ist auf dem 14. Platz.
  • Die Geldgeber sind zunehmend institutionelle Investoren, vor allem im Bereich Crowdlending.
  • Mehr als 14.000 Unternehmen profitierten von Zugang zu alternativen Finanzierungsquellen in Europa, mehr als 1,1 Milliarden Euro wurden in Europa an Unternehmen vermittelt.
  • Deutschland hat ingesamt ein Marktvolumen von 321 Millionen Euro. Dies ist ein Wachstum von 23% in Bezug auf 2015.
  • Crowdlending hat ein Marktvolumen von 181 Millionen Euro, Crowdinvesting von 47 Millionen Euro, hinzu kommt noch das separat ausgewiesene Crowdinvesting für Immobilien in Höhe von 12 Millionen Euro.

Meine Einschätzung

Interessant ist für mich, dass die Niederlande eine relativ großer Crowdfunding Markt ist. Das liegt möglicherweise an der räumlichen Nähe zum englischen Markt. Denn der UK-Markt ist aufgrund der angloamerikanischen Kreditaffinität sicher der mit Abstand größte Crowdfunding Markt in Europa.

Man merkt, dass Crowdfunding zunehmend an Akzeptanz und Volumen gewinnt, wenn ich die Zahlen so auf mich wirken lassen. Überraschend ist für mich etwas, dass Estland ein so großes Finanzierungsvolumen pro Kopf zeigt. Aber das zeigt vielleicht auch die Bereitschaft der Esten, Einkäufe und Konsum zu finanzieren, ähnlich wie die Briten. Die Deutschen mögen das ja nicht so gerne.