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ETF – comstage geht an lyxor

Die Commerzbank hat ihre ETF-Sparte mit dem Namen Comstage an die Societe Generale verkauft, siehe hierzu den nachfolgenden Beitrag:

https://www.wiwo.de/unternehmen/banken/comstage-commerzbank-verkauft-etf-sparte-an-societe-generale/22761186.html

Nachvollziehbar ist, dass Comstage im Vergleich zu den großen Anbietern, dazu gehört der Käufer Lyxor, zu klein ist.

Die Commerzbank geht davon aus, dass sie eine sinnvolle Größenstruktur im umkämpften ETF-Markt nicht erreichen kann.

Daher trennt sie sich von den entsprechenden Risikoaktiva und wird die frei werdenden Mittel in ihr Firmenkundengeschäft stecken.

Für die Kunden, d.h. Inhaber von comstage-Anteilen, soll sich grundsätzlich nichts ändern.

Viele Grüße

Andreas

DerFinanzstratege@gmail.com

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema Aktien-Investment findest Du hier:

https://wordpress.com/page/derfinanzstratege.wordpress.com/295

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Aktuelle Marktbeobachtungen.

Eine spannende Diskussion hat sich auf der Grundlage eines aktuellen Blogeintrags von Alex ( Rente mit Dividende) entfaltet:

Rente mit Dividende – Update April 2018

Dort wird insbesondere sehr kontrovers zwischen der Anlagestrategie in Einzelaktien und der Strategie der Anlage in ETF diskutiert.

Ich fühle mich aber durch die intensive Diskussion und die vielen positiven Beiträge in Sachen Dividendenstrategie bestärkt in meiner persönlichen Anlagestrategie.
Ich komme historisch aus der Strategie, in Einzelwerte anzulegen mit dem Ziel, Kursgewinne zu erzielen. Dabei habe ich die 2000er Blase voll miterlebt, bin dann auf Fonds umgestiegen, dann auf ETFs.

Nun bin ich wieder bei den Einzelaktien gelandet (verkaufe aber meine ETFs nicht).

Bei den Einzelaktien verfolge ich auch ganz überwiegend eine Dividendenstrategie.

Mein Portfolio ist dem Portfolio von Alex aus Rente-mit-Dividende daher nicht unähnlich, wenngleich ich noch ein klein wenig größeres Gewicht auf eine höhere Marktkapitalisierung meiner Einzelwerte (im Durchschnitt) lege.

Dadurch decke ich mit meinen Einzelwerten inzwischen >10% des MSCI ACWI (gewichtet nach den Anteilen der Aktien im Index) – und das obwohl ich in Apple, Amazon und Google (noch) nicht investiert bin, die allein (zusammen mit Facebook) schon fast 10% des MSCI ACWI repräsentieren.

Langfristig würde ich aber grundsätzlich davon ausgehen, dass auch diese Werte, zuzüglich Facebook, ihre hohe Rentabilität auch in hohe Dividenden und hohes Dividendenwachstum weiterentwickelt.

Trotzdem ist für mich eine bereits seit langem bestehende Dividendenhistorie höher einzustufen in meiner Investmentbewertung.

Wie ist Deine Strategie ?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Viele Grüße

Andreas

DerFinanzstratege.

Niemand ist schlauer als der Markt.

Eugene Fama hat den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften unter anderem für die Feststellung erhalten, dass Märkte effizient sind und damit immer recht haben.

Zugleich stellt er fest, dass Märkte grundsätzlich auch nicht überlistet oder geschlagen werden können.

Demzufolge haben alle Fondsmanager, die in einem Jahr mit Ihrem Fonds eine bessere Rendite als der jeweilige Referenzmarkt erwirtschaftet haben, nach dieser Definition einfach Glück gehabt.

Strukturell und dauerhaft besser zu sein als der Markt ist vergleichbar mit einem wieder und wieder durchgeführten Wurf einer Münze – und ständig kommt Kopf. Das kann passieren – muss aber nicht. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es passiert, sinkt mit jedem weiteren Münzwurf.

Einen interessanten Beitrag mit einem Interview von Eugene Fama findet sich hier:

Niemand ist schlauer als der Markt.

Welche Konsequenz ziehst Du für Dich aus dieser wissenschaftlich fundierten Erkenntnis?

Bei Investments in Unternehmensbeteiligungen spricht viel dafür, in ETFs zu investieren, die bestimmte Märkte abbilden und zugleich niedrige Kosten haben. Zumindest deutlich niedrigere Kosten als aktiv gemanagte Fonds, die ohnehin den Markt auf Dauer nicht schlagen können.

Wie stehst Du zu diesen Thema ?

Ich freue mich auf Deinen Beitrag.

Viele Grüße

Andreas

DerFinanzstratege.

Immer neue Börsenrekorde?

Zuletzt ist mir ein Artikel von der süddeutschen Zeitung ins Auge gefallen. Ich habe den Artikel unten verlinkt.

Es geht darum, dass gestern erst der deutsche Aktien-Leitindex DAX erneut ein Allzeithoch erreicht hat – und keinen Menschen interessiert es.

Wenn man sich noch an die Euphorie um das Jahr 2000 herum erinnert, als beispielsweise die Deutsche Telekom an die deutsche Börse gegangen ist, kann man das durchaus bestätigen.

Damals hat wirklich jeder von Aktien und den Aktienmärkten gesprochen – die Ernüchterung kam dann aber ziemlich schnell und nachhaltig.

Und ganz ehrlich: ich dachte auch, dass der übernächste Crash (der nächste nach 2000 war ja dann 2007/2008) nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Allerdings scheinen die Börsenkurse seit 2009 nur einen Weg zu kennen – nach oben.

Wann ist die Party nun zu Ende?

Ich weiß es nicht.

Ich gebe aber dem Autor des Artikels in der Süddeutschen recht. Solange kein Überschwang herrscht und keine wirklich überschwängliche Euphorie – oder Panik, etwaige weitere Kursanstiege zu verpassen, scheint es noch eine weile weiterzugehen.

Der Börsenmarkt hat somit für mich auch Parallelen zum deutschen Immobilienmarkt. Jeder sagt – alles ist schon so teuer, jetzt kann man eigentlich nicht mehr kaufen. Und trotzdem: die Preise gehen seit Jahren immer weiter nach oben. Und es scheint, dass die hohen Immobilienpreise immer noch weitgehend anstandslos bezahlt werden, auch und gerade auch beispielsweise im Großraum München.

Wo führt das noch hin?

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Aber ich werde es beobachten und berichten.

Und wenn wir uns das Börsenbarometer der letzten Tage anschauen, hat der Überschwang ja auch schon seinen ersten Dämpfer im Jahr 2018 erhalten…

Bis bald,

Andreas

P.S. anbei der Artikel:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/dax-rekord-boerse-1.3838849